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„Im Namen des Volkes“

wurde ich zu zwölf Jahren und acht Monaten Gefängnis wegen Vergewaltigung verurteilt! Ich war unschuldig, aber das Landgericht Hannover hat die erfundenen Geschichten eines Mädchens geglaubt. Meine Unschuldsbeteuerungen und die Argumente meines Anwalts hätten das Gericht überzeugen müssen, aber dieses hatte einen absoluten Verurteilungswillen. Natürlich kann man nicht jedes Verbrechen aufklären, doch in unserem Fall hätte man ganz schnell der Wahrheit auf die Spur kommen können, wenn man es nur gewollt hätte. Unser Fall handelt aber vielmehr von dem Unrecht, das man mir und meinem Mitangeklagten  unnötigerweise angetan hat! Die Zweite Jugendkammer des Landgerichts und die Staatsanwaltschaft Hannover hätten erkennen müssen, dass diese Vorwürfe völlig aus der Luft gegriffen waren. Die Staatsanwältin hätte ebenfalls feststellen müssen, dass Jennifer W. ihr eine erfundene Geschichte erzählte. Der damalige Richter (bis 2004) und die beisitzenden Richterinnen (heute Vorsitzende) haben ganz bewusst  Entlastungszeugen nicht zugelassen. Zwei unschuldige Männer haben sie für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt, weil sie einer Lügnerin glaubten. Ich möchte heute den Menschen danken, die an mich geglaubt haben. Meine Frau hat von Anfang an gewusst,  dass die Vorwürfe gegen mich nicht wahr sein können und meine Kinder haben mir auch stets voll vertraut. Dafür war ich immer sehr dankbar. Ganz besonders möchte ich einer Familie aus unserem kleinen Dorf danken.  Sie hat meiner Frau immer vertraut und ihr seelisch und finanziell geholfen. Ohne diese Familie wäre ein Wiederaufnahmeverfahren mit Herrn Rechtsanwalt Johann Schwenn aus Hamburg wahrscheinlich unmöglich für uns gewesen.            Ich wurde 2001 von der damals 15-jährigen Jennifer W. beschuldigt, sie mehrfach brutal vergewaltigt und dabei entjungfert zu haben.

2004 verurteilte mich das Landgericht Hannover (Zweite Jugendkammer) daraufhin zu zwölf Jahren und acht Monaten Haft. Zwei Gutachter hatten im Verfahren erklärt, Jennifer W. sei absolut glaubwürdig. Ich konnte Alibis für alle vermeintlichen Tatzeiten vorweisen, es gab keinerlei DNA-Spuren. Es gab nichts, nur die Aussage von Jennifer W., die mich und ihren Vater der Vergewaltigung bezichtigte. Wir hatten 42 Verhandlungstage und über 11 Monate dauerte dieses Verfahren. Fünf Monate nach der Verurteilung erhob das vermeintliche Opfer Jennifer W. bei der Staatsanwaltschaft Hannover neue Anschuldigungen. Sie sei seit ihrem achten Lebensjahr Opfer eines Mädchenhändlerrings gewesen und über Jahre hinweg unter anderem von ihrem Vater vergewaltigt und dabei gefilmt worden. Dabei habe sie mit ansehen müssen, wie ein anderes vermeintliches Opfer ein Baby zur Welt brachte, dieses Baby sei nach der Geburt an die Wand geworfen worden und habe dieses nicht überlebt. Die Staatsanwaltschaft versuchte die Angaben zu überprüfen,  jedoch ohne Ergebnis. Weder konnten die Beschuldigten identifiziert, noch der Tatort lokalisiert werden. Unsere Revision war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, trotzdem leitete die Staatsanwaltschaft ihre Erkenntnisse nicht an unsere Rechtsanwälte weiter. Die Ermittlungen um die neuen Anschuldigungen ließ man drei Jahre und vier Monate ruhen. Währenddessen habe man immer wieder versucht, mit Jennifer W. weitere Gespräche zu führen, um konkretere Angaben über den Mädchenhändlerring zu bekommen, was aber in den drei Jahren und vier Monaten nicht gelungen sei.

Mal teilte Jennifers  Anwältin den Ermittlern mit, sie befände sich im Ausland, mal die Zeugin lebe unter falschem Namen in Hannover und sei deshalb nicht aufzufinden. Schließlich wurde das Verfahren eingestellt. Widersprüche zwischen den Aussagen Jennifers in beiden Verfahren hinsichtlich ihrer angeblichen Entjungferung wurden nicht aufgeklärt. Anfang 2008 erklärte Jennifer gegenüber der Staatsanwaltschaft Hannover, in der Sache keine Angaben mehr machen zu wollen. Daraufhin wurde ihr Vater in dem neuerlichen Verfahren freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft Hannover hätte an diesem Tag sofort eine Wiederaufnahme unseres Verfahrens von 2003-2004 von Amts wegen prüfen müssen. Doch der alkoholkranke Staatsanwalt, der die neuerlichen Aussagen im September 2004 aufgenommen hatte, war schon außer Dienst. Und offensichtlich waren seine Nachfolger dafür nicht zuständig. Unsere Wiederaufnahme gelang erst mit dem Wiederaufnahmegesuch von Herrn Rechtsanwalt Johann Schwenn aus Hamburg, den meine Frau und ich mittlerweile für unseren Fall gewinnen konnten.

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